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Besseres Paket für die WTCC 2016

Besseres Paket für die WTCC 2016

02/12/2015 20:30

Die FIA Tourenwagen Weltmeisterschaft erfährt im Jahr 2016 einige spannende Veränderungen. Ein neues Rennformat, ein veränderter Kalender, eine überarbeitete Berechnung des Kompensationsgewichts und ein höheres Preisgeld für Privatfahrer sind Teil eines Maßnahmenpakets, das die WTCC noch attraktiver machen soll.

Neben dem von der Tour der France inspirierten Teamzeitfahren Manufacturers Against the Clock (MAC3), das am 2. Oktober verkündet worden war, wurden die folgenden Änderungen am Mittwoch bei der Sitzung des FIA Motorsportweltrats in Paris beschlossen.

Einführung von Opening Race und Main Race
Das Rennformat mit zwei Läufen bleibt erhalten, aber die Struktur wird sich in der nächsten Saison verändern. Aus Rennen 1 und Rennen 2 werden Opening Race und Main Race. Eine weitere, mit Spannung erwartete Regeländerungen betrifft die Startaufstellung des Opening Race, die anhand der umgekehrten Reihenfolge der schnellsten zehn Fahrer aus Q2 des Qualifyings gebildet wird. Die Startreihenfolge für das Main Race wird anhand der kombinierten Zeitenliste des Qualifyings gebildet, während die schnellsten fünf Fahrer in Q3 weiterhin in einem Einzelzeitfahren um den DHL Pole-Position Award kämpfen. Um die Bedeutung des Main Race zu unterstreichen, wird dieses eine Runde länger als das Opening Race sein. Einzige Ausnahme bildet das Main Race auf der Nürburgring-Nordschleife, das wie das Opening Race über drei Runden führen wird. Diese Veränderungen sollen für die Fans an der Rennstrecke sowie am TV und online die Dramaturgie des Rennwochenendes erhöhen, das nun auf das große Ereignis am Ende zusteuert. Im Opening Race sollen zudem die Privatfahrer bessere Chancen haben, da die Werksfahrer abwägen müssen, ob sie das Risiko einer Aufholjagd eingehen oder ihr Auto lieber für das Main Race schonen, in dem sie eine günstigeren Startposition haben.

François Ribeiro, Chef des WTCC Promoters Eurosport Events sagt: «Es war nie ganz einfach, den Fans, Medienvertretern und Gästen das Konzept mit Rennen 1 und Rennen 2 zu erklären, bei dem der Polemann beim letzten Rennen des Wochenendes nicht in der ersten Startreihe steht. Zusammen mit der FIA, den Herstellern, Teams und Fahrern haben wir gemeinsam beschlossen, das Rennformat zu vereinfachen. Wir wollen das Spektakel erhöhen und die Struktur des Rennwochenendes leichter verständlich machen. Das Beste soll zum Schluss kommen, so wie es bei den meisten Sportarten der Fall ist. Zugleich war es uns aber auch wichtig, das Format der umgekehrten Startaufstellung beizubehalten, das nun im Opening Race angewendet wird.»

WTCC Kalender mit Bewährtem und Neuerungen
Der provisorische WTCC Kalender 2016 kombiniert legendäre Rennstrecken mit ähnlich guten, aber neueren Anlagen. Formel-1-Strecken aus der Vergangenheit und Gegenwart – der Circuit Paul Ricard und der Hungaroring – bilden zusammen mit dem Slovakiaring die Anfangsphase der Saison. Es gibt zwei Stadtrennen (auf dem von Herman Tilke neu entworfenen Kurs von Marrakesch, der nun den FIA Standard II erfüllt, und Vila Real in Portugal), und die sehnlich erwartete Rückkehr auf die Nürburgring-Nordschleife, auf der die Fahrer ihr ganzes Talent und Mut zeigen müssen. Nach der Sommerpause heulen die WTCC Motoren Anfang August in Termas de Río Hondo auf, dem Heimrennen des zweimaligen Weltmeisters José María López. Der Twin Ring Motegi, Austragungsort des japanischen Lauf der MotoGP, auf dem beim ersten Besuch der WTCC in diesem Jahr die Überholmanöver gar kein Ende mehr nehmen wollten, markiert den Auftakt der Asientour. Der Shanghai International Circuit, Schauplatz des China-Grand-Prix, führt die WTCC in das bevölkerungsreichste Land der Welt, während die WTCC in Thailand auf dem Chang International Circuit in Buriram erneut in der Abenddämmerung fährt. Die Saison endet Ende November erneut mit den spektakulären Nachtrennen in Katar. Der provisorische Kalender enthält elf Veranstaltungen, allerdings sind zwölf Veranstaltungen geplant. Die Verhandlungen über einen neuen Saisonauftakt sind aber noch im Gange. Sollten diese erfolgreich sein, wird es 24 Rennen, zwölf Shootouts um die DHL Pole-Position und zwölf MAC3-Wettbewerbe geben.

François Ribeiro, Chef des WTCC Promoters Eurosport Events sagt: «Wir wollen einen Kalender mit zwölf Veranstaltungen haben, aber die Einigung mit einem potenziellen neuen Austragungsort steht noch aus. Wenn alles klappt und der Deal gelingt, hoffen wir den endgültigen Kalender mit zwölf Rennwochenende noch vor Weihnachten verkünden zu können. Abgesehen davon haben wir die selben Austragungsorte in einer Reihe von Schlüsselmärkten beibehalten, nur in teilweise etwas anderer Reihenfolge.»

Provisorischer Kalender der FIA Tourenwagen Weltmeisterschaft 2016

20. März 2016: Reservetermin, TBD
3. April 2016: FIA WTCC Rennen von Frankreich (Circuit Paul Ricard)
17. April 2016: FIA WTCC Rennen der Slowakei (Slovakiaring)
24. April 2016: FIA WTCC Rennen von Ungarn (Hungaroring)
8. Mai 2016: FIA WTCC Rennen von Marokko (Circuit Moulay El Hassan, Marrakesch) S
28. Mai 2016: FIA WTCC Rennen von Deutschland (Nürburgring-Nordschleife)
12. Juni 2016: FIA WTCC Rennen von Portugal (Circuito Internacional de Vila Real) S
7. August 2016: FIA WTCC Rennen von Argentinien (Autódromo Termas de Río Hondo)*
4. September 2016: FIA WTCC Rennen von Japan (Twin Ring Motegi)
25. September 2016: FIA WTCC Rennen von China (Shanghai International Circuit)
6. November 2016: FIA WTCC Rennen von Thailand (Chang International Circuit)*
27. November 2016: FIA WTCC Rennen von Katar (Losail International Circuit) N

S steht für ein Stadtrennen N steht für ein Nachtrennen

*Vorbehaltlich der Einigung mit dem Veranstalter. Die Durchführung des zwölften Rennwochenendes ist noch offen.

Höheres Gewicht in der WTCC
Die Autos des WTCC Herstellermeisters werden die Saison mit einer maximalen Zuladung von 80 Kilogramm anstatt bisher 60 Kilogramm beginnen. Der tatsächliche Erfolgsballast wird nach jedem Rennwochenende neu berechnet, die erste Gewichtsanpassung findet am dritten Rennwochenende der Saison statt.

Größeres Preisgeld für die Privatfahrer
Privatfahrer profitieren in der WTCC Saison 2016 von einem höheren Preisgeld. Insgesamt werden im Laufe der Saison 500.000 Euro ausgeschüttet, doppelt so viel wie 2015. Mit diesem zusätzlichen Preisgeld will WTCC Promoter Eurosport Events die Privatfahrer und -teams besser unterstützen.

Kürzere Rennwochenenden außerhalb von Europa
Im Rahmen der Bemühungen, die Kosten zu senken, werden die WTCC Veranstaltungen, die außerhalb von Europa stattfinden, statt drei nur noch zwei Tage dauern. Am ersten Tag finden zwei Freie Trainings statt, am zweiten Tag folgt dann das Qualifying und die beiden Rennen. Der traditionelle, 30-minütige Test findet nur bei den europäischen Rennen statt, während in Übersee ein Shakedown hinter dem Safety-Car durchgeführt wird.

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