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BORKOVIC ERKLÄRT RÜCKZUG VOM WTCC RENNEN IN MAROKKO

BORKOVIC ERKLÄRT RÜCKZUG VOM WTCC RENNEN IN MAROKKO

22/04/2015 10:44

Der Serbe Dušan Borković war beim dritten und vierten Rennen der FIA World Touring Car Championship nicht am Start.

Trotz vorgenommener Modifikationen, die es ihm ermöglichten, seine 207 Zentimeter Körpergröße ins Cockpit des Honda Civic WTCC gleiten zu lassen, entschied sich Borković, bei keinem der beiden über 14 Runden gehenden Eurodatacar WTCC Rennen von Marokko anzutreten.

Eine Mitteilung vom NIS Petrol by Proteam lautet wie folgt: «Es war eine schwierige Entscheidung für Dušan und das Team, die beiden Rennen in Marrakesch aus Sicherheitsgründen nicht zu bestreiten. Seine Sitzposition wurde durch eine Versetzung der Lenksäule und eine Versetzung des Sitzes leicht verbessert, aber der zu enge Sitz bereitete weiterhin große Probleme, da er seine Blutzirkulation behinderte. So wurde sein Bein taub und es war ihm nicht möglich, sich zu 100 Prozent auf das Fahren zu konzentrieren.»

«Borković hatte tags zuvor an beiden Freien Trainings und am Qualifying teilgenommen. Er fuhr am Limit. Doch das Risiko, das Auto unter diesen Voraussetzungen zu fahren, war zu groß. Glücklicherweise konnte Dušan jedes Mal, wenn er die Kontrolle verlor, einen Unfall vermeiden. Hinzu kommt, dass Dušans Vater, einer seiner größten Unterstützer, in der vergangenen Woche verstorben ist. Dušan ist angesichts dieser plötzlichen Tragödie noch sehr aufgewühlt.»

Borković, der in der vergangenen Saison der WTCC auf dem Podest stand und ein beliebter Fahrer im Feld ist, erklärte seinerseits: «Ich mag diese Strecke wirklich. Im vergangenen Jahr zog ich ohne jede Erfahrung mit dem Auto und ohne jede Streckenkenntnis ins Q3 ein. Diesmal attackierte ich noch stärker – vergebens. Man konnte sehen, dass ich im Freien Training und im Qualifying am Limit unterwegs war. Doch insbesondere die Bremsen und die Dämpfer schienen für das Rennen nicht bereit zu sein. Das ist in Zusammenspiel mit meiner Sitzposition keine gute Kombination, vor allem auf dieser Strecke.»

«Zudem wäre es vermutlich nicht die richtige Entscheidung gewesen, so kurz nach dem Tod meines Vaters in Marokko zu fahren. Ich wollte in seinem Sinne weitermachen, aber ich bin nicht zu 100 Prozent konzentriert. Mir fällt es momentan wirklich schwer, mit diesen schwierigen Problemen umzugehen. In diesem Zustand kann ich das Auto nicht sicher fahren. Ich wollte weder mir selbst noch den anderen Fahrern Schwierigkeiten bereiten», so Borković.

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