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Das große WTCC Interview: Rob Huff

Das große WTCC Interview: Rob Huff

30/05/2015 09:01

Rob Huff, Titelgewinner in der World Touring Car Championship 2012, hat mit dem ersten Podiumserfolg sowie zwei Siegen in der Saison 2014 eine Schlüsselrolle bei LADAs Aufstieg zu einer echten Kraft in der WTCC gespielt. Der 35-järhige Brite wird am Steuer des LADA Sport Rosneft Vesta TC1 sitzen, wenn die WTCC am kommenden Wochenende auf den Moscow Raceway zurückkehrt.

Was bedeutet es dir, dass du für LADA bei deren Heimspiel in der WTCC antreten darfst?

«Es wird dieses Jahr etwas ganz Besonderes. Vor zwei Jahren war ich mit einem Privatteam erstmals auf dem Moscow Raceway am Start. Im vergangenen Jahr war ich erstmals mit LADA dort, allerdings ist LADA in der WTCC innerhalb der vergangenen zwölf Monate erheblich vorangekommen. LADA wird viel präsenter sein, auch unser Sponsor Rosneft. Im vergangenen Jahr waren wir mit unserem Auto in einer schwierigen Position, daher wurde alles etwas kleiner gehalten. Dieses Jahr feuern wir aus allen Rohren. Glücklicherweise hatten wir seit dem Rennen in Deutschland einige Wochen Zeit, um die Entwicklung voranzubringen.»

Wie stark wird die lokale Unterstützung sein?

«Die Russen sind besonders patriotisch, wenn es um ihre Automarke LADA und um ihren eigenen Ölproduzenten Rosneft geht. Daran gibt es gar keinen Zweifel. Es wurde deutlich, als wir vor Weihnachten nach unseren Siegen in Peking und Macao nach Russland kamen und dort dermaßen herzlich empfangen wurden. Es war eine der besten Reisen aller Zeiten. Es war ganz besonders. Zweifellos wird die Unterstützung in diesem Jahr noch größer ausfallen.»

Wie würdest du die bisherige Saison für LADA umschreiben?

«Wir sind nach Argentinien mit nur zwei Autos gekommen, weil uns wegen des frühen Saisonstarts einfach die Zeit für den Aufbau von drei Fahrzeugen fehlte. Wir waren dort noch in Bezug auf Tests, Entwicklung und Verständnis für das Auto nicht besonders gut aussortiert. Dennoch waren wir in Q1 auf Platz eins. Das schaffen nicht viele. Es war ermutigend, wenngleich wir leider Probleme bekamen. Gewissermaßen ist dies ein Spiegel unseres bisherigen Saisonverlaufs. Wenn das Auto läuft, dann ist es stark und schnell. Leider hatten wir ein paar mechanische Probleme und Schäden. Wir haben dafür Lösungen, doch diese erfordern Zeit, weil veränderte Teile neu homologiert werden müssen. Unsere Tests fanden zumeist in den Trainings und in den Rennen statt – was wirklich nicht so einfach ist. Besser so als wie im Vorjahr, wo wir ein zuverlässiges, aber langsames Auto hatten. Mit unserem aktuellen Auto können wir überraschen und richtig schnell sein.»

Was muss für die Verbesserung der Zuverlässigkeit noch getan werden?

«Es braucht immer etwas Glück. Das kann jeder Weltmeister bestätigen. Man kann das beste Auto und das beste Team haben, aber es braucht dennoch immer eine Portion Glück. Wir hatten in diesem Jahr bisher viel Pech, sind nun aber in einer Position, wo wir nichts zu verlieren haben. Wenn sich Chancen ergeben, dann wollen wir sie nutzen. Das hat man uns als Maßgabe für die Rennen mit auf den Weg gegeben. Wir wissen, dass unser Auto ein paar Schwachstellen hat, aber an diesen Dingen arbeiten wir.»

Du hattest einiges Pech bisher. Wie frustrierend ist so etwas?

«Sehr. Letztlich gibt es aber immer zwei Betrachtungsweisen. Ich bin lange genug im Tourenwagensport, um dies zu wissen. Auf der einen Seite hatte ich Pech, dass ich durch Fehler anderer Fahrer mehrfach abgeräumt wurde. Auf der anderen Seite muss ich vielleicht diesen Fahrern, die zu Fehlern neigen, einfach mehr Raum geben. In Deutschland bin ich im ersten Rennen in den Unfall eines anderen Fahrers verwickelt worden. Im zweiten Rennen habe ich mich mehr zurückgehalten und wurde dafür belohnt. Es gab in diesem Jahr bisher viele Kollisionen. Ich bin immer in Manier des Formelsports herangegangen, wo man sich keine Berührungen erlauben kann, ohne das Auto dabei zu beschädigen.»

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