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John Filippi im Interview

John Filippi im Interview

26/06/2015 17:51

Der 20-Jährige Korse John Filippi, jüngster Fahrer der FIA Tourenwagen Weltmeisterschaft, spricht über seine bisherige WTCC Saison und seine Hoffnungen für den Rest des Jahres.

Wie ist deine Saison bisher verlaufen?
«Im Moment sieht es nicht so gut wie am Anfang aus, denn beim Vorsaisontest in Barcelona war ich schnell. Jetzt fehlt mir ein wenig das richtige Gespür für das Auto. In Barcelona und beim ersten Rennen in Argentinien konnte ich ans Limit des Autos gehen, aber auf Strecken wie dem Nürburgring oder Moskau hatte ich einfach kein gutes Gefühl. Mit Blick auf mein Ergebnis auf der Nordschleife, der schwierigsten Strecke der Saison, mag das schwer zu verstehen sein. Ich arbeite aber hart mit meinem Team. Ich weiß zwar nicht wann, aber irgendwann wird sich diese Arbeit hoffentlich auszahlen.»

Auch wenn die Ergebnisse nicht wie erhofft sind, hast du trotzdem Spaß?
«Das Auto macht mehr Spaß als das im vergangenen Jahr, es hat mehr Aerodynamik und mehr Leistung. Wir machen Fortschritte, und das Wochenende auf der Nordschleife war für mich fantastisch. Das ist unglaublich, du fährst von der Grand-Prix-Strecke auf diese schmale Strecke und kommst den Mauern wirklich nahe. Dort am Limit zu fahren, ist unglaublich. Jetzt macht es mir so viel Spaß wie im Formelauto. Ich kann in dieser Meisterschaft vielen Erfahrungen sammeln, und das ist gut für mich.»

Du musst also in jedem Rennen dazulernen?
«Ich lerne ständig dazu, aber das Niveau der Meisterschaft ist in diesem Jahr höher als im vergangenen Jahr, alleine schon weil die LADA schneller sind. Wir haben nur noch TC1 und keine TC2 Autos mehr, daher ist das Niveau sicherlich höher. Persönlich bin ich enttäuscht, denn ich könnte sicherlich bessere Resultate erzielen, brauche aber mehr Zeit.»

Welches Ziel hast du dir für die zweite Saisonhälfte gesetzt?
«Ich möchte in jedem Rennen Punkte gewinnen. Das erste Ziel ist die Yokohama Trophy, wo ich wohl nicht gewinnen werde, aber weiter vorne landen möchte. Um das zu erreichen, muss ich pushen und die bestmöglichen Resultate erzielen.»

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