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Norbert Michelisz: Mein Weg in die WTCC

Norbert Michelisz: Mein Weg in die WTCC

22/08/2015 21:42

Vom Computerspieler zum Spitzenfahrer: Zengő Motorsport Honda Star Norbert Michelisz blickt auf seinen Weg an die Spitze der FIA Tourenwagen Weltmeisterschaft zurück.

«Ich wusste, dass ich keine Chance auf ein echtes Auto habe und bin deshalb online Rennen gefahren», erinnert sich Michelisz. «Eines Tages in Jahr 2005 fragte mich dann Gábor Wéber, ein Fahrer von Zengő, gegen den ich online gefahren bin, ob ich nicht Interesse an einer Testfahrt auf dem Hungaroring hätte. Natürlich, habe ich gesagt, das ist mein Traum, liebend gerne. Er sagte mir dann, dass ein offizieller Test des ungarischen Verbands mit Fahrern aus allen Meisterschaften stattfindet. Herr Zengő gab mit einen Renault Clio, mit dem ich fahren konnte und wollte sehen, wo ich stehe. Nach sechs Runden war ich hinter Gábor, dem zweimaligen Meister, Zweitschnellster. Alle waren glücklich – ich auch. Zwei Monate später erhielt ich dann einen weiteren Anruf. Ob ich Interesse hätte, 2006 ein komplette Saison im neuen Suzuki-Markenpokal zu fahren. So fing alles an.»

Ohne den Anruf von Wéber und das Angebot von Zengő, meint Michelisz, würde er heute nicht in der WTCC fahren.

«Meine Familie konnte mir den Rennsport nicht finanzieren», sagt er. «Wenn man zu Hause am Computer fährt, weiß man nie, was man erreichen kann. Viele Kinder denken, dass sie auch in einem echten Auto gut fahren würden, wissen es aber nicht, ihnen fehlt die Bestätigung. Es war für mich recht schwierig. Ich dachte, ich wäre recht gut, war mir dessen aber nicht sicher.»

«Ich habe zu dieser Zeit studiert. Meine Eltern wussten, dass der Rennsport meine Leidenschaft war. Sie haben aber alles versucht, mich in eine andere Richtung zu drängen. Ich sollte verschiedene Sprachen lernen, zur Schule gehen und gute Noten bekommen. Damit waren sie recht erfolgreich. Ich habe Informatik studiert, und nachdem ich 2006 meinen Abschluss gemacht hatte, bot sich die Gelegenheit Rennen zu fahren. Ich habe neben dem Rennsport gearbeitet. Meine Familie meinte dann, ich sei nun in der Lage, mir ein weiter Ausbildung zu finanzieren, und so habe ich dann Betriebswirtschaft studiert. Sie sagten, ich müsse etwas machen, entweder arbeiten oder weiter studieren. Ich blieb dann an der Universität, denn dort war ich flexibler.»

«Vor zwei Jahren habe ich mein Studium beendet, aber schon seit fünf Jahren bin ich Profi-Rennfahrer. Ich war mir nie sicher, ob ich weiter Rennen fahren soll, denn ich interessiere mich sehr für Wirtschaft und Finanzen. Wenn ich also mit dem Rennsport aufhöre, hätte ich eine neue Beschäftigung.»

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