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Rennbericht: Start-Ziel-Sieg für Loeb in der WTCC

Rennbericht: Start-Ziel-Sieg für Loeb in der WTCC

28/06/2015 19:00

Sébastien Loeb zog aus seiner ersten Pole-Position in der WTCC vollen Nutzen und gewann mit einer dominanten Vorstellung den ersten Lauf des JVC KENWOOD WTCC Rennens von Frankreich auf dem Circuit Paul Ricard.

Der fliegende Franzose schlug seine erfahreneren Citroën Teamkollegen Yvan Muller und José María López um mehr als sechs Sekunden und feierte seinen dritten Sieg im Jahr 2015. Einen möglichen zweiten Sieg verpasste der neunmalige Rallye-Weltmeister, nachdem er in Runde drei des zweiten Rennens seinen C-Elysée WTCC beim Zusammenstoß mit einem Reifenstapel beschädigte und daraufhin zum ersten Mal in dieser Saison aufgeben musste.

Trotzdem feierte Citroën einen Sieg, nachdem sich López von Startplatz acht in der umgekehrten Startaufstellung durchs Feld gekämpft hatte. Damit baute er seinen nach dem ersten Rennen geschmolzenen Vorsprung wieder aus, und liegt vor dem Stadtrennen im portugiesischen Vila Real im nächsten Monat 39 Punkte vor seinen Verfolgern.

ZUSAMMENFASSUNG RENNEN 1: LOEB GEWINNT IN FRANKREICH
Trotz eines nicht ganz optimalen Starts gelang Sébastien Loeb ein Start-Ziel-Sieg, bei dem Qing-Hua Ma hinter Yvan Muller und José María López einen Citroën Vierfachsieg komplettierte. Tom Chilton gewann in seinem privaten Chevrolet als Fünfter die Yokohama Drivers Trophy. Norbert Michelisz schlug im Kampf um Platz sechs seinen Honda Markenkollegen Tiago Monteiro. Gabriele Tarquini wurde Achter, Mehdi Bennani überholte im Kampf um Platz neun auf den letzten Metern LADA Pilot Jaap van Lagen. Rickard Rydell wurde Elfter, gefolgt von Tom Coronel und Grégoire Demoustier. Hugo Valente musste seinen beschädigten Chevrolet nach der Kollision mit einem Reifenstapel abstellen, während ein Technikproblem Nicky Catsburgs Hoffnungen zu Nichte machte. Sein LADA Teamkollege Rob Huff fiel in der ersten Runde aus, nachdem an seinem Vesta nach einer Berührung mit Demoustier die Kraftübertragung und Hinterradaufhängung gebrochen war.

ZUSAMMENFASSUNG RENNEN 2: LÓPEZ NACH SPANNENDEM KAMPF ZURÜCK AN DER SPITZE
Mehdi Bennani startete das Rennen über 16 Runden von der Pole-Position der umgekehrten Startaufstellung, machte jedoch einen Frühstart, für den er eine Durchfahrtsstrafe erhielt. Dadurch übernahm Norbert Michelisz die Führung. Der Ungar hatte aber dem heranstürmenden José María López, der sich von Startplatz acht aus durchs Feld gekämpft hatte, nichts entgegenzusetzen. Dieser überholte zwei Runden vor Rennende und fuhr zu seinem fünften Saisonsieg. Seine Aufholjagd verlief allerdings nicht ohne Zwischenfälle. Im Kampf um Platz zwei hinter Michelisz kollidierte López mit Tiago Monteiro, was zu dessen Ausfall führte und den Argentinier kurzzeitig hinter Ma zurückwarf. Der Chinese komplettierte das Podium, Muller wurde Vierter, Tarquini Fünfter und Hugo Valente Sechster. Rickard Rydell feierte seinen 100. Start in der WTCC mit Platz zehn, Bennani wurde an einem frustrierenden Nachmittag Neunter. Aufgrund des Schadens an seinem LADA konnte der frühere WTCC Champion Rob Huff nicht zum zweiten Rennen antreten.

YOKOHAMA DRIVERS TROPHY: KLASSENSIEGE FÜR CHILTON UND MICHELISZ
Tom Chilton unterstrich seine starke Qualifying-Leistung und sicherte sich von Startplatz fünf aus die Maximalpunktzahl in der Yokohama Drivers Trophy. Der Brite gewann vor Norbert Michelisz, Mehdi Bennani wurde Dritter, gefolgt von Tom Coronel und Grégoire Demoustier. Dahinter lag Stefano D’Aste vor John Filippi, während ein enttäuschter Hugo Valente nach einer Kollision mit einem Reifenstapel seinen vorne rechts beschädigt Chevrolet abstellen musste. Danke der schnellen Reparaturarbeit seines Campos Racing Teams konnte er aber zum zweiten Rennen antreten und fuhr hinter Michelisz auf Rang zwei der Klasse. Der Ungar baute damit seinen Vorsprung in der Gesamtwertung aus. Coronel schlug seinen ROAL Motorsport Teamkollegen Chilton, der nach einer Berührung in der Startphase aber gehandicapt war. Bennani, Filippi, Demoustier and D’Aste kamen auf den folgenden Plätzen der Privatfahrerwertung ins Ziel.

DAS SAGEN DIE SIEGER
Sébastien Loeb (Sieger Rennen 1): «Es war schön, von der Pole-Position zu starten, denn das war für mich das erste Mal in dieser Meisterschaft. Ich hatte keinen allzu guten Start und musste mich in der ersten Runde ein wenig verteidigen, lag aber weiter vorne und fuhr dann einen kleinen Vorsprung heraus. Ab dann konnte ich meine gewohnte Linie fahren. Ich habe attackiert und wollte etwas davonziehen, was mir gelang. Anschließend war es ein sauberes Rennen. Ich hatte einen recht guten Start und folgte Pechito und Ma. Ich lag sehr dicht hinter Ma, habe früh beschleunigt und dadurch wie erwartet ein wenig Untersteuern bekommen. Am Ausgang der Kurve lag ein Reifenstapel, da ich aber so dicht hinter Ma war, konnte ich den nicht sehen. Als er am Reifenstapel vorbei fuhr, tauchte dieser plötzlich vor mir auf, aber ich konnte nichts machen. Danach stand die Lenkung schief und hatte Spiel. Ich wusste, dass irgendwas gebrochen war, und unter diesen Umständen machte es keinen Sinn mehr, weiterzufahren. Ich freue mich über die Pole-Position und den Sieg im ersten Rennen in Frankreich, das war einfach magisch. Insgesamt bin ich aber enttäuscht, denn auch im zweiten Rennen hätte ich eine gute Leistung zeigen können, doch nun habe ich Punkte auf meine Rivalen verloren.»

José María López (Sieger Rennen 2): «Ich hatte ehrlich gesagt nicht mit dem Sieg gerechnet, denn auf dieser Strecke ist das Überholen sehr schwierig. Ich hatte einen guten Start und versuchte es auf der Innenseite, hatte aber keinen Platz und musste ein wenig vom Gas gehen. Es gab drei Schlüsselmomente im Rennen. In der ersten Runde konnte ich Ma überholen, ohne dabei Zeit oder den Kontakt zu den Spitzenreitern zu verlieren. Der zweite Schlüsselmoment war mein Überholversuch auf der Außenbahn gegen Tiago. Er ist in meine Richtung gefahren, ich habe gelenkt, konnte aber nichts machen. Es war schade für ihn. Er hat etwas riskiert, aber das Rennen verloren. Ich kann dazu nicht viel sagen, denn ich fühle mich für das Manöver nicht zu einem Prozent verantwortlich. Anschließend wusste ich einige Runden lang nicht, was mit dem Auto los war. Die Lenkung zog etwas nach links. Ma ging an mir vorbei, das war ein toller Kampf mit ihm. Nachdem ich wieder an ihm vorbei war, hatte ich einen sehr guten Rhythmus und wusste, dass ich Michelisz einholen kann. Der letzte Schlüsselmoment war, als ich ihn überholt habe. Er war immer sehr fair zu mir, wofür ich ihm auf dem Podium gedankt habe. Es war fantastisch, und dieses Rennen zu gewinnen, ist für das Team etwas ganz Besonderes, denn hier sind wir zu Hause. Es gab einige Rennen, bei denen ich Punkte liegengelassen haben, aber dieser Sieg war stark und für mich sehr wichtig.»

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