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Rennvorschau: Rivalen wittern vor WTCC Wochenende in Schanghai Morgenluft

Rennvorschau: Rivalen wittern vor WTCC Wochenende in Schanghai Morgenluft

18/09/2015 14:00

José María López mag auf dem Weg zu seinem zweiten Titel in Folge in der FIA Tourenwagen Weltmeisterschaft 74 Punkte Vorsprung haben, doch seine Rivalen haben nicht vor, dem Argentinier frühzeitige Titelfeierlichkeiten zuzugestehen. Kommende Woche (25. bis 27. September) steigt auf dem Shanghai International Circuit das ROSNEFT WTCC Rennen von China.

Nach dem überzeugenden Sieg von Honda Fahrer Tiago Monteiro und dem überraschenden Podestplatz von LADA Fahrer Rob Huff beim zweiten Rennen des WTCC Wochenendes in Japan, liegt vor den beiden Rennen in Schanghai Spannung in der Luft. Es wird ein Wochenende mit packendem Tourenwagensport erwartet, zumal Lokalmatador Qing Hua Ma auf der mit guten Überholmöglichkeiten ausgestatteten Strecke ebenfalls ein Wörtchen mitreden möchte.

Ma, der aus Schanghai stammt, ist im Citroën Total WTCC Team Kollege von López und machte sich im vergangenen Jahr in Russland zum ersten chinesischen Sieger eines FIA WM Laufs. Nachdem er in diesem Jahr auch beim WTCC Gastspiel in Portugal einen Sieg erreicht hat, weiß Ma, dass er mit guten Ergebnissen auf heimischem Boden seine Chancen auf eine Platzierung in den Top 4 in der Weltmeisterschaft erhöhen kann. Gleichzeitig will er Citroën dabei helfen, die 58 noch fehlenden Punkte für den Gewinn des WTCC Herstellertitels einzufahren.

In Schanghai 2014 kam Ma im ersten Rennen hinter López als Zweiter ins Ziel. In diesem Jahr würde er sich gern um eine Position verbessern. Platz vier in der Weltmeisterschaft ist für Ma aber noch lange nicht in trockenen Tüchern, denn Norbert Michelisz, der in Japan auf der Pole Position stand, sowie dessen Honda Markenkollegen Gabriele Tarquini und Monteiro sind dem Chinesen auf den Fersen.

Im Kampf um den Weltmeistertitel können nur noch Yvan Muller und Sébastien Loeb verhindern, dass López zum zweiten Mal in Folge triumphiert. Doch beide Franzosen müssen Punkte aufholen, und zwar schnell. Muller tat sich in Japan schwer und verbuchte im zweiten Rennen eine Nullnummer. Loeb kam etwas besser zurecht und wird sich daran erinnern, dass er López in diesem Jahr sowohl in Argentinien als auch in Frankreich im direkten Duell bezwungen hat.

Für Mehdi Bennani ist Schanghai ein ganz besonderer Ort, nachdem der Marokkaner im vergangenen Jahr im zweiten Rennen des WTCC Wochenendes seinen ersten Sieg und den ersten Sieg für einen arabischen Fahrer errungen hat. Für den Titelkandidaten in der Yokohama Trophy endete in Japan dank einer vielversprechenden Vorstellung eine Durststrecke. In Schanghai will er mit seinem Sébastien Loeb Racing Citroën C-Elysée WTCC erneut angreifen.

Genau wie Bennani, so fuhren auch Huff und dessen britischer Landsmann Tom Chilton im vergangenen Jahr in China zu WTCC Rennsiegen. Damals fanden neben Schanghai noch zwei Rennen in Peking statt. Huff führt diesmal das LADA Team an. Diese Mannschaft genießt große Unterstützung vom Hauptsponsor des ROSNEFT WTCC Rennens von China. Huffs Teamkollegen sind Nicky Catsburg und Neuzugang Nicolas Lapierre, der bei seinem WTCC Debüt in Japan auf Anhieb Punkte einfuhr.

Chilton stand in der Saison 2015 genau wie sein aktueller ROAL Motorsport Teamkollege Tom Coronel auf dem Podium. Mit seinem privat eingesetzten Chevrolet RML Cruze TC1 ist Chilton einer der Topfahrer in der Yokohama Trophy. Zu seinen Gegnern zählen Grégoire Demoustier, Stefano D’Aste, John Filippi und Hugo Valente, der mit seinem Campos Racing Chevrolet im zweiten Rennen in Japan Zweiter in Reihen der Privatfahrer wurde.

Das von der Tour de France inspirierte Team-Zeitfahren Manufacturers Against the Clock (WTCC MAC3) findet am Freitagnachmittag nach dem Qualifying statt und verspricht mehr Drama und Aufregung.

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