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Tarquini gegen Valente in der WTCC: Tarquini spricht

Tarquini gegen Valente in der WTCC: Tarquini spricht

28/10/2015 16:00

Gabriele Tarquini und Hugo Valente gerieten auf und neben der Strecke aneinander, als die FIA World Touring Car Championship China im vergangenen Monat besuchte. Ihr Kampf wird einer von vielen Punkten sein, über die man sprechen wird, wenn Thailand am Wochenende zum ersten Mal die WTCC begrüßt.

Die Aufnahmen der Berührung und des anschließenden verbalen Wortgefechts sind hier verfügbar. Sie können sich ihre Meinung selbst bilden, aber es ist nicht überraschend, dass ihre Meinungen über das, was in Rennen zwei in Schanghai in den ersten Kurven passiert ist, ziemlich voneinander abweichen. Während Honda Werkspilot Tarquini erklärt, dass der Vorfall Geschichte ist, obwohl er von seinem Rivalen als «zu alt» bezeichnet wurde, sagt Chevrolet Privatfahrer Valente, dass sie so schnell nicht mehr zusammen essen werden. Er ärgert sich darüber, dass der ehemalige WTCC Champion nicht bestraft wurde und sich für die Berührung nicht entschuldigte.

Vor dem Wiedersehen auf dem Chang International Circuit am Sonntag blicken Tarquini und Valente zurück und erklären genau, was sie voneinander denken. Morgen kommt Valente zu Wort, doch zunächst einmal spricht Tarquini (53).

Tarquini über den Kontakt:
«Es gab einen kleinen Kontakt, aber nichts Besonderes. Er hat sich seine Aufhängung vorne bei einer anderen Berührung kaputtgemacht, nicht bei der mit mir. Es stimmt, dass ich ihn berührt habe, aber es war keine starke Berührung, die sein Rennen ruiniert hat.»

Tarquini über die Aussage, dass er «zu alt» sei:
«Wenn ich mich im Spiegel ansehe und mein Alter bedenke, dann bin ich schon viel älter als Hugo und viele andere Fahrer. Aber persönlich denke ich nicht, dass ich zu alt bin. Ich kann Rennen fahren, ich kann kämpfen und meine Erfahrung ausspielen. Momentan spüre ich am Lenkrad kein Handicap, das ich durch mein Alter habe. Meine Antwort ist, dass er Erfahrung braucht. Er ist zu jung.»

Tarquini über Valente:
«Er hat großes Potenzial bewiesen, ganz besonders in dieser Saison. Auf manchen Kursen ist er sehr schnell. Er ist ein guter Fahrer und ein sehr schneller Fahrer, aber er braucht noch Erfahrung, um seine Ziele zu erreichen. Natürlich ist es für einen Privatfahrer nicht einfach, mit den Herstellern zu kämpfen. Aber er hat eine gute Pace gezeigt, besonders im Qualifying. Er kann sehr schnell erwachsen und mit etwas mehr Erfahrung zu einem Top-Piloten werden. Ich habe nichts gegen ihn. Es war eine Rennsituation und nach ein oder zwei Tagen ist die Sache für mich komplett vergessen. Auch ich hatte solche schlechten Situationen in meiner Karriere.»

Tarquini über seinen «aggressiven» Stil:
«Als ich jung war, da hatte ich einen Spitznamen, der aus dem Italienischen übersetzt wildes Schwein bedeutet. Ich war ziemlich aggressiv und das bin ich noch immer. Das ist mein Charakter. Ich muss so sein, aber ich bin nicht zu aggressiv, nur um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Du verwendet deine Aggressivität schon, um ein gutes Ergebnis zu erzielen, aber deine Erfahrung verwendest du noch mehr.»

Weitere denkwürdige Duelle der Saison 2015 gibt es die gesamte Woche über auf www.fiawtcc.de.

John Filippis Hoffnungen, seine Pole Position im Eröffnungsrennen des FIA WTCC Rennens von China am vergangenen Wochenende in ein starkes Resultat umzumünzen, endeten frühzeitig. Eine Kollision in Runde drei warf ihn auf dem Schanghai International Circuit aus dem Rennen.

Nicky Catsburg wäre beim FIA WTCC Rennen von China am vergangenen Wochenende um ein Haar um seinen Start aus der ersten Reihe gebracht worden. Grund dafür ist eine Kette bizarrer Ereignisse auf dem Schanghai International Circuit.

Für die FIA Tourenwagen Weltmeisterschaft geht es als nächstes nach Katar, nachdem das WTCC Rennen von Thailand, das ursprünglich auf den 4. bis 6. November angesetzt war, endgültig abgesagt worden ist.

Mit der gleichen Punktzahl wie Tiago Monteiro kam Yvan Muller im Kampf um die inoffizielle Silbermedaille in der FIA Tourenwagen-Weltmeisterschaft nach China, nach Hause ging er mit 31 Punkten Vorsprung auf seinen Rivalen.

Zwei Kurven fehlten Norbert Michelisz, um das zweite Eröffnungsrennen in der FIA Tourenwagen-Weltmeisterschaft in Folge zu gewinnen, bevor er mit einem späten Manöver von Thed Björk auf Rang zwei zurückverwiesen wurde.

LADA Pilot Gabriele Tarquini ist überzeugt davon, dass er am Sonntag in China seinen 22. Sieg in der FIA Tourenwagen-Weltmeisterschaft hätte einfahren können, wäre der Kontakt mit Tom Chiton nicht gewesen.