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Tarquini gegen Valente in der WTCC: Valente spricht

Tarquini gegen Valente in der WTCC: Valente spricht

29/10/2015 02:00

Die Aufnahmen der Berührung und des anschließenden verbalen Wortgefechts sind hier verfügbar. Sie können sich ihre Meinung selbst bilden, aber es ist nicht überraschend, dass

Die Aufnahmen der Berührung und des anschließenden verbalen Wortgefechts sind hier verfügbar. Sie können sich ihre Meinung selbst bilden, aber es ist nicht überraschend, dass ihre Meinungen über das, was in Rennen zwei in Schanghai in den ersten Kurven passiert ist, ziemlich voneinander abweichen. Während Honda Werkspilot Tarquini erklärt, dass der Vorfall Geschichte ist, obwohl er von seinem Rivalen als «zu alt» bezeichnet wurde, sagt Chevrolet Privatfahrer Valente, dass sie so schnell nicht mehr zusammen essen werden. Er ärgert sich darüber, dass der ehemalige WTCC Champion nicht bestraft wurde und sich für die Berührung nicht entschuldigte.

Vor dem Wiedersehen auf dem Chang International Circuit am Sonntag blicken Tarquini und Valente zurück und erklären genau, was sie voneinander denken. Gestern beschrieb Tarquini seine Sicht der Dinge, heute kommt der 23-jährige Valente zu Wort.

Valente über den Kontakt:
«Ich bin gleich nach rechts gefahren, um meine Position zu verteidigen. Ich wusste, dass Gabriele da war und habe ihm Platz gelassen, musste mich aber auch gegen die anderen Fahrer verteidigen. Als er nach links zog, haben wir uns mit den Türen berührt, aber das war noch einige Meter vor dem Bremspunkt. Aus meiner Sicht hat Gabriele wie schon im ersten Rennen [vor der ersten Kurve] zu früh gebremst. Er wurde dann nach außen getragen, wodurch ich wieder innen vorbeikam. Dabei gab es noch keine Berührung, aber in Kurve 2, die zumacht, wurde ich hinten links angeschoben. Das Auto hat dadurch stark übersteuert, aber indem ich die gesamte Breite der Strecke ausnutzte, konnte ich es abfangen und wurde noch nicht einmal überholt. Aber als ob diese eine Berührung nicht genug wäre, bekam ich einen weiteren, wirklich heftigen Schlag ins Heck. Gabriele hat überhaupt nicht gebremst. Auf den Kamerabildern sieht man, dass alle bremsen, nur er nicht. Dadurch bekam ich erneut heftiges Übersteuern und habe viele Positionen verloren. Mein linkes Hinterrad war verbogen, daher hatte ich das Auto beim Bremsen nicht mehr unter Kontrolle.»

Valente über Tarquini:
«Wenn man mit Gabriele spricht, war es nie sein Fehler. Er macht nie etwas falsch. Er hat seit Spa im vergangenen Jahr ein Problem mit mir, weil ich ihn in Radillion überholt habe. Er sagt, ich hätte ihn gerammt, aber wenn man sich das Video anschaut sieht man, dass ich meine Linie halte und er in meine Richtung lenkt. Jedes Mal, wenn er hinter mir fährt, rammt er mich. Er ist in diesem Jahr mit vielen Leuten aneinander geraten, findet aber immer eine Ausrede.»

Valente über die fällige Entschuldigung:
«Ich habe vorher mit Rob Huff gesprochen, denn ich wusste, dass Gabriele im ersten Rennen mit ihm das Gleiche gemacht hatte. Er sagte mir, dass sich Gabriele nicht entschuldigen wollte und sie sich gestritten haben. Letztlich hat sich Gabriele zwar [bei Rob] entschuldigt, aber ich glaube nicht, dass er es ernst gemeint hat.»

Valente darüber, dass Tarquini «zu alt» sei:
«Wir alle sagen manchmal Dinge, wenn wir wütend sind. Aber ich bin ausgefallen und er stand auf dem Podium, ich hätte mich schlimmer ausdrücken können. Wer mich kennt, der weiß, dass es keine Beleidigung sein sollte, sondern ein Scherz. Er ist ein großartiger Rennfahrer. Ich respektiere, was er in seiner Karriere erreicht hat, das kann ihm niemand nehmen. Aber er hat in letzter Zeit viele Fehler gemacht. Wir alle machen zwar Fehler, aber in diesem Jahr gab es keinen anderen Fahrer, der so oft mit anderen kollidiert ist.»

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