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TOM CORONEL IM INTERVIEW

TOM CORONEL IM INTERVIEW

04/01/2015 09:28

Tom Coronel, in seiner niederländischen Heimat ein gefeierter Star, wechselt zeitweise von der FIA World Touring Car Championship zur mörderischen Rallye-Dakar in Südamerika, die heute beginnt. Vor dem Start hat er mit Fiawtcc.com gesprochen.

Nach der Dakar 2009 hast du gesagt, das du mit der Rallye abgeschlossen hast. Jetzt bist du doch wieder da. Warum?
«Ich bin mit meinem Zwillingsbruder Tim einen Bowler Nemesis gefahren, aber das hat nichts mit Motorsport zu tun – das ist Abenteuer. Man muss Schmerzen mögen, um diese Rallye zu bestreiten. Du bist Fahrer, Überlebenskämpfer und alles zusammen. Ich sagte: ‘Ich betreibe lieber weiter Motorsport.’ Schließlich hat Tim diese Buggys gekauft und gemeint, wir hätten zwei und ich würde einen fahren. Ich sagte: ‘Nein, das tue ich nicht.’ Nach zwei Tagen hat er dann gesagt: ‘Auf geht’s, setze dich rein und wenn es dir gefällt, warum nicht?’»

Also genießt die WTCC dieses Jahr weiter Priorität?
«Die WTCC wird schwierig, weil ich noch immer mit Sponsoren spreche, aber hoffentlich habe ich Ende Januar Antworten parat. Ich bin so lange wie kein anderer Fahrer in der WTCC und kämpfe noch immer. Ich muss weiter mit von der Partie sein. In der Woche nach der Dakar habe ich jeden Freiraum, um mich auf die WTCC vorzubereiten. Aber erst muss ich dieses Abenteuer hinter mich bringen.»

Wie läuft denn das mit der Kamera und dem Kommentieren?
«Ich habe eine Kamera von RTL7 dabei. Mit ihnen habe ich in den vergangenen zwei Jahren die Backstage-Reportagen in der WTCC gemacht und die Dakar kommentiert. Wenn ich Leute sehe, die in Problemen stecken, halte ich an, mache die Bilder und stelle sie für die Sendung zur Verfügung. Ich bin die einzige Filmcrew im Rennen und es ist das erste Mal überhaupt, dass das bei der Dakar gemacht wird. Das gab es nie zuvor.»

Was ist dein Ziel für die Dakar 2015?
«Wir sollten ins Ziel kommen und so wenig wie möglich heulen. Mein Bruder will die Solo-Klasse gewinnen, aber ich will nur die Rallye beenden, ein paar gute Bilder für RTL machen und für Aufmerksamkeit für die Sponsoren sorgen. Ich habe keine Chance, zu gewinnen. Aber warum nicht das Abenteuer genießen?»

Giniel de Villiers begann als Tourenwagen-Pilot, wurde dann aber Dakar-Sieger. Warum sollte das kein zweites Mal passieren?
«Ich weiß, dass es eine Zukunft gibt. Ich bin ein Motorsport-Fanatiker. Ich kann nur mit Rennautos leben. Ich wuchs mit ihnen auf, also sind sie mein Leben. Im Winter in den heimischen vier Wänden zu sitzen und andere Leute dabei zu sehen, wie sie Autos fahren, ist für mich nicht akzeptabel. Ich bin nicht dazu bestimmt, zuzuschauen, sondern mitzuspielen.»

Die Fragen stellte Anthony Peacock.

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