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WTCC Q&A: Francesca Valdani

WTCC Q&A: Francesca Valdani

12/01/2016 12:00

In ihrer Rolle als Teammanagerin von ROAL Motorsport ist Francesca Valdani eine von mehreren Frauen mit Führungsposition in der FIA World Touring Car Championship. Kürzlich in AUTO+ Women in Motor Sport zu finden, gibt es eine Frage-/Antwort-Runde hier.

War es ein Reiz, mit einer Tourenwagenlegende wie Roberto Ravaglia als Co-Eigner des Teams zu arbeiten, als du nach einer Möglichkeit in der WTCC geschaut hast?
«Um ehrlich zu sein, war meine Einführung beim Team ziemlich kurz. Roberto hat mich eine Woche vor Marrakesch im vergangenen Jahr angerufen. Er sagte, wir haben keine Zeit für ein Gespräch, aber komm für einen Test mit uns – und nach zwei Stunden sagte er, du bist dabei.»

Warum dachte er, dass du für die Rolle geeignet wärst? Was sind deine Fähigkeiten?
«Ich komme nach sechs Jahren in einer anderen Meisterschaft in Italien und Europa in die WTCC. In den vergangenen Jahren habe ich viel gelernt, und das hat mir geholfen. Wenn man ohne Erfahrung in eine Weltmeisterschaft kommt, dann ist es sehr hart.»

Dein Team hatte 2015 ein paar Unfälle und technische Probleme. War es ein schwieriges Jahr?
«Speziell für die Mechaniker war es sehr hart, weil sie viel gearbeitet haben. In vier Rennen waren wir 1500 Meter weit gekommen und kamen dann ohne Punkte nach Asien. Das war ziemlich traurig, aber ich hoffe, dass das Pech aufgehört hat.»

Wie hast du das Team trotz der Probleme motiviert?
«Das ist die Hauptrolle im Team! Sicherlich sind die Mechaniker nach vielen Stunden Arbeit wirklich müde, aber wir versuchen den Teamgeist hoch zu halten.»

Wie viele Tage verbringst du im Normalfall damit, dich auf jedes Rennen vorzubereiten?
«Die WTCC ist sehr gut organisiert, deswegen nehme ich mir drei oder vier Tage Zeit für jedes Rennen. Ich arbeite hauptsächlich von zu Hause aus und nicht im Büro, und es ist ziemlich einfach für mich, alles zu organisieren. Die Meisterschaft ist aber lang, von daher brauchen wir ein ganzes Jahr Arbeit.»

Was war das Beste an deinem Job?
«Ich wurde mit dem Traum geboren, im Motorsport zu arbeiten. Mein Leben ist im Fahrerlager und dann zu Hause zu arbeiten. Jede Erfahrung ist Teil eines Puzzles, und jedes Puzzle ist vollständig, wenn man ein wenig Erfahrung bekommt.»

Also war es eine Begeisterung für den Sport, die dich angezogen hat?
«Ich wohne in der Nähe von Monza und konnte den Krach von meinem Haus aus hören. Und als ich meinen ersten Formel-1-Test gesehen hatte, habe ich entschieden, dass ich im Motorsport arbeiten möchte.»

Wolltest du irgendwann mal ein Ingenieur oder so etwas in der Art sein?
«Ich habe studiert, um ein Privattrainer zu werden, aber für Frauen ist es mit den Piloten ziemlich schwierig. Ich habe mit einem kleinen Team getestet, als ich an der Universität studiert habe – und so hat alles angefangen. Für Frauen ist es im Motorsport einfacher, ein Teammanager zu werden als ein Privattrainer.»

Hast du viel Kontakt zu Roberto Ravagli, um seine Erfahrung und seinen Hintergrund zu bekommen?
«Er ist sehr charismatisch, und wenn er nicht an der Strecke ist, dann vermissen wir ihn sehr. Selbst wenn er nicht spricht, ist seine Erscheinung sehr wichtig für unser Team.»

Francesca Valdani hat am 27. November 2015 mit FIAWTCC.com gesprochen.

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