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Zwei Fahrer, sieben Punkte Abstand und nur eine Yokohama Drivers’ Trophy: Der Kampf um die Privatfahrerwertung der WTCC wird ernst

Zwei Fahrer, sieben Punkte Abstand und nur eine Yokohama Drivers’ Trophy: Der Kampf um die Privatfahrerwertung der WTCC wird ernst

16/11/2015 12:00

Nach elf actionreichen Wochenenden mit 22 heißen Rennen entscheidet sich im Nahen Osten, wo die FIA Tourenwagen Weltmeisterschaft vom 26. bis 27. November erstmals in Katar Station macht, der Kampf um die Yokohama Drivers’ Trophy.

Der 31-jährige Ungar Norbert Michelisz führt die Wertung nach acht Klassensiegen im Jahr 2015 für die von Honda unterstützte Zengoe Motorsport Mannschaft an. Der 32 Jahre alte Mehdi Bennani liegt mit seinem Sébastien Loeb Racing Citroën aber nur sieben Punkte zurück.

Der Marokkaner hat zwar nur sechs Klassensiege auf seinem Konto, allerdings gelangen ihm drei davon bei den vergangenen vier Rennen. Michelisz triumphierte hingegen zuletzt Mitte September, womit der Titelkampf vor den Rennen auf dem Losail International Circuit völlig offen ist. Das haben Bennani und Michelisz vor der Titelentscheidung zu sagen.

Was würde dir der Sieg in der Yokohama Drivers’ Trophy bedeuten?
MB: «Ich möchte langfristig in der WTCC bleiben, daher wäre es schön, als Meister in die nächste Saison zu gehen. Es wird ein sehr wichtiges Wochenende. Katar ist das zweite arabische Land, das wir besuchen, daher ist es für mich eine Art zweites Heimrennen. Es wird eine große Herausforderung. Der Kurs hat viele technisch anspruchsvolle Abschnitte und schnelle Kurven, und es ist das erste Nachtrennen der WTCC. Daher erwarte ich zwei harte Rennen und einen großen Kampf um die Yokohama Drivers’ Trophy. Der Druck wird spürbar sein, aber ich hoffe, dass es positiver Druck ist.»

NM: «Im vergangenen Jahr war ich Vierter in der Gesamtwertung. Nach Thailand habe ich jedoch realisiert, dass es sehr schwierig werden wird, dieses Ergebnis zu wiederholen, weshalb sich meine Ziele verändert haben. Die Yokohama Drivers’ Trophy zu gewinnen hat nun Priorität. Das wäre nicht nur für mich persönlich, sondern auch für Zengoe Motorsport ein großer Erfolg. So könnten wir auch in Ungarn kommunizieren, welch gute Arbeit das Team geleistet hat.»

Wie zuversichtlich bist du, dass du erfolgreich sein wirst?
MB: «Vor Japan lag ich recht weit hinter Norbi zurück, aber jetzt ist es sehr eng, und seit Japan sind wir sehr schnell. Wir haben viel an der Abstimmung gearbeitet und das Auto fahrbarer gemacht. Wir haben in dieser Saison einige Fehler gemacht, aber ich bin lieber am Ende der Saison stark, anstatt stark anzufangen und dann nachzulassen. Ich bin sehr zuversichtlich.»

NM: «Natürlich wird Mehdi immer stärker, vor allem seit den vergangenen beiden Rennen. Aber wenn wir nicht so viel Pech wie in Thailand haben, dann habe ich es selbst in der Jahr. Ich weiß, dass dieser Titelgewinn für Mehdi auch wichtig wäre. Wir haben ein gutes Verhältnis zueinander. Daher weiß ich, dass dieser Kampf auf der Strecke sportlich fair entschieden wird.»

Es trennen euch sieben Punkte. Wie sieht die Strategie aus?
MB: «Es wird keine Strategie geben. Ich muss kämpfen und das Beste erreichen. Ich weiß, dass es schwierig werden wird, aber in Marokko reden alle über diese Meisterschaft. Sie wissen, dass es sich zwischen Norbi und mir entscheidet und ich entweder Erster oder Zweiter werde. Vor drei Rennen war der Rückstand noch um die 42 Punkte, jetzt sind es noch sieben. Wir sind in einer sehr guten Position. Es wäre großartig, diese Meisterschaft in Katar zu gewinnen, aber es können viele Dinge passieren.»

NM: «Meine Herangehensweise wird sich beim letzten Wochenende nicht ändern. Ich werde alles so wie bisher in dieser Saison machen. Genau so hatte ich mir ein Polster von 25 oder 30 Punkten erarbeitet. Thailand war für uns ziemlich unglücklich, aber es wird das Beste sein, alles so wie an den vorherigen Wochenenden zu machen. Wenn wir das machen, haben wir gute Chancen auf den Titelgewinn.»

Wie werden die Punkte vergeben?
Die ersten acht Fahrer eines jeden Rennens erhalten Punkte nach dem Schema 10-8-6-5-4-3-2-1. Jeweils einen Zusatzpunkt gibt es für den bestplatzierten Yokohama Drivers’ Trophy Teilnehmer im Qualifying und für die schnellsten Rennrunden in den beiden Rennen.

José María López gelang im Hauptrennen des FIA WTCC Rennen von China ein dominanter Sieg, während Mehdi Bennani bei einem Citroën Dreifacherfolg vorzeitig den Titel in er WTCC Trophy gewann.

Nach einem Überholmanöver gegen Norbert Michelisz in der vorletzten Runde des Eröffnungsrennen beim WTCC Rennen von China feierte Thed Björk den ersten Sieg in der FIA Tourenwagen Weltmeisterschaft für ihn, Volvo und Polestar Cyan Racing.

Norbert Michelisz will das wiederholen, was ihm vor drei Wochen in Japan gelang: Das Eröffnungsrennen aus der ersten Startreihe gewinnen.

Tom Coronel konnte es kaum glauben, dass er gestern in den letzten Sekunden von Q2 des FIA WTCC Rennen von China von der Pole-Position des Eröffnungsrennens verdrängt wurde.

Mehdi Bennani ist dem Sieg in der WTCC Trophy, der Wertung für Privatfahrer in der FIA Tourenwagen Weltmeisterschaft, einen Schritt näher gekommen. Im Qualifying auf dem Shanghai International Circuit war er gestern klar schneller als sein Rivale Tom Chilton.

Samstag, der 24. September wird in die Geschichte von Polestar Cyan Racing eingehen.