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eSports WTCC Titelanwärter Gergo Baldi im Interview

eSports WTCC Titelanwärter Gergo Baldi im Interview

12/11/2017 18:00

Gergo Baldi mag beim Finale der eSports WTCC 2017 nur ein Außenseiter sein, doch seine Erfahrung auf echten Rennstrecken könnte sich in Macao bezahlt machen.

Baldi aus dem Team Wauters Automotive Volvo braucht beim letzten Rennwochenende aber auch die nötige Portion Glück, wenn er seinen aktuellen Rückstand von 28 Punkten auf Spitzenreiter Alexander Dornieden noch wettmachen will. Vor dem großen Showdown sprach er mit Robert Wiesenmüller von eSports-WTCC-Partner RaceRoom.

Gergo, Du gehst als der Außenseiter in das Finale der Meisterschaft. Kannst Du den Titel noch gewinnen?
„Absolut. Ich denke nicht, dass es die richtige Einstellung wäre, nicht an den Titelgewinn zu glauben. Ich habe noch eine rechnerische Chance. Das Beste, was ich tun kann, ist also, Vollgas zu geben. Und dann schauen wir, was passiert. In Macao tritt immer das Unvorhergesehene ein. Es gibt also keinen Grund, vor dem Fallen der Zielflagge im letzten Rennen aufzugeben.“

Im Vergleich zu anderen Piloten wirkt Dein Fahrstil betont ruhig. Kannst Du erklären, wie dieser Eindruck entsteht? Was machst Du anders bei der Abstimmung?
„Ich denke, das hängt mit meinem Fahrstil zusammen. Ich arbeite nach dem Motto ‚sanft ist schnell‘. Während meiner aktiven Karriere auf echten Rennstrecken habe ich viel Zeit dafür aufgewendet, mein Fahren zu verbessern, so sanft wie möglich zu fahren. Das ist jetzt ganz normal für mich. Beim Set-up habe ich viel von meinem Freund Daniel Cziranku gelernt. Ich kann jetzt Einstellungen finden, die mir super passen. Es ist eine Kombination aus all dem, was sich auf der Strecke bemerkbar macht.“

Anders als viele Deiner Konkurrenten hast Du bereits Erfahrung in einem echten Tourenwagen gesammelt. Kann das unter dem Druck des letzten Rennwochenendes ein Vorteil für Dich sein?
„Um ehrlich zu sein: Ich bin jetzt viel aufgeregter und noch nervöser vor dem letzten Rennen als ich es 2016 war, als ich im Suzuki-Cup um den Titel gefahren bin. Trotzdem glaube ich, es kann ein kleiner Vorteil sein, der vielleicht auch den Unterschied ausmachen kann. Die vielen Informationen, die ich im echten Rennsport verarbeitet habe, haben mein Gehirn auch dahingehend geschult, dass ich mich auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren kann. Auf einem so schwierigen Kurs wie Macao kann das entscheidend sein.“

Wirst Du 2017 erneut auf echten Rennstrecken ins Lenkrad greifen?
„Aber klar!“

Das Finale der eSports WTCC wird auf den offiziellen Facebook- und YouTube-Präsenzen der FIA Tourenwagen-WM live gestreamt. Ab 18 Uhr (CET) berichten James Kirk und Robert Wiesenmüller aus der Kommentatorenbox vom Geschehen auf dem Guia Circuit in Macao.

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