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Rennlegenden: Darum ist die Nordschleife der härteste Test für die WTCC Piloten

Rennlegenden: Darum ist die Nordschleife der härteste Test für die WTCC Piloten

13/05/2015 19:18

Die FIA World Touring Car Championship veranstaltet in dieser Woche erstmals zwei Rennen auf der legendären Nürburgring-Nordschleife. Das sagen drei Helden der anspruchsvollen Strecke.

«Jedes Mal, wenn ich mein Zuhause verließ, fragte ich mich, ob ich wieder zurückkommen würde. Es war ein sehr gefährliches Rennen und ich denke nicht, dass irgendein teilnehmender Fahrer jemals gedacht hat, dass das etwas für Angsthasen wäre», sagt Sir Jackie Stewart, dreimaliger Sieger des Großen Preises von Deutschland auf der Nordschleife. «Beim ersten Versuch konnte man gar nicht glauben, mit welcher Geschwindigkeit man in manchen Abschnitten der Strecke fahren kann. Man hätte nie gedacht, dass man sich die Herangehensweise für jede Kurve einprägen würde. Selbst mit meiner Dyslexie könnte ich heute noch jede Bremsdistanz und jeden Gangwechsel für jede Kurve des Nürburgring nennen.»

«Ich nannte es die ‚Grüne Hölle‘. Ich habe sie damals so getauft, denn sie war es wirklich. Du fuhrst einen steilen Berg hinauf auf das Karussell zu und es gab einen Baum, den du im Blick hattest, denn das Karussell lag etwas tiefer und du wusstest nicht, wo du einlenken musst. Wenn ich auf diesen einen Baum zufuhr, erwischte ich den Punkt genau richtig und bog über die Steigung ins Karussell ein. Wenn jemand sagte, dass er den Nürburgring genießt, dann fuhr er nicht schnell genug.»

Jacky Ickx gewann den Großen Preis von Deutschland 1969 und 1972 und erinnert sich an die «17 Sprünge in jeder Runde» und ergänzt: «Es gab viele interessante Abschnitte und es war fast unmöglich, 100 Prozent zu geben. Es gab immer die Möglichkeit, noch schneller zu fahren. Selbst für die besten Piloten war es nicht einfach, und ich bin mir sicher, dass es einige Überraschungen geben wird. Man darf nicht vergessen, dass der Kurs 1927 entworfen wurde. Der Nürburgring ist ganz sicher noch immer der schwierigste Kurs, den es gibt.»

Im Gegensatz zu Stewart und Ickx gewann Derek Bell nie auf dem Nürburgring. Allerdings fuhr er dort häufig in Einsitzern und Sportwagen. «Wenn du dort hinkommst, dann ist dort immer dieses großartige, dramatische, nervöse, besorgniserregende, aufregende Gefühl, das dich durchfließt. Es ist ein Adrenalinrausch, den du nirgendwo sonst auf der Welt bekommst. Es ist einfach die großartigste Atmosphäre. Es ist toll, dass es jetzt Teil einer FIA Weltmeisterschaft ist. Alle Piloten wollen Rennen gewinnen. Manche werden einen Vorteil haben, denn sie sind dort schon gefahren und kennen den Kurs. Andere werden eine Strecke mit 167 Kurven nicht mögen, aber die besten Fahrer der Welt wollen auch auf einer Strecke gewinnen, die als die beste auf der Welt gilt. Wenn du dort gewinnst, dann heißt das, dass du verdammt gut bist.»

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